Digitalisierung im Handwerk: Die 5 häufigsten Fehler

1) Digitalisierung geht von alleine

Die Umsetzung von Digitalisierung in jedem Handwerksunternehmen erfordert harte Arbeit und eine sinnvolle Analyse zu Beginn. Hier bietet sich z. B. der kostenlose eBusiness-Check des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Planen und Bauen an. Dieser Check zeigt Ihnen, wo die größten Möglichkeiten und Potenziale zur Digitalisierung in ihrem Unternehmen liegen! Sie als Führungskraft müssen zeigen, wo und warum Sie Digitalisierung in ihrem Handwerksunternehmen haben möchten. Damit es jeder versteht und erfolgreich umgesetzt wird.

2) Digitalisierung muss nur einmal umgesetzt werden

Digitalisierung ist ein Prozess! Das bedeutet, dass nach der Einführung digitaler Systeme diese nicht einfach sich selbst überlassen werden können. Stetig verändert sich etwas, ergeben sich neue Möglichkeiten oder müssen neue Mitarbeiter geschult werden. Auch muss man darauf achten, nicht nach kurzer Zeit wieder in alte Muster und Gewohnheiten zu verfallen – dadurch hätten Sie keinen Nutzen! Leben Sie als Handwerksunternehmer die Digitalisierung sinnvoll vor, begeistern Sie ihre Mitarbeiter, sodass sie die Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen und einen Mehrwert und Gewinn dadurch realisieren. Digitalisierung ist ein Werkzeug, das man kennen und richtig einsetzen muss!

3) Digitalisierung ersetzt herkömmliche Prozesse

Die Digitalisierung ersetzt keine Geschäftsprozesse, sondern gestaltet sie um, so dass sie schneller, schlanker und effektiver werden. Dennoch sind es prinzipiell die gleichen Prozesse und Tätigkeiten, die – nun digital unterstützt und verbessert – in ihrem Handwerksunternehmen ablaufen. Digitale Zeiterfassung läuft nun schnell und unkompliziert über Smartphone und kann direkt im Büro bearbeitet werden. Dennoch muss der Arbeitsschritt nach wie vor gemacht werden – zwar nur mit ein paar Klicks, aber Nachlässigkeit ist bei digitalisierten Prozessen genauso ein Problem wie bei analogen.

4) Organisation muss abgestimmt sein

Dadurch, dass ihre Geschäftsprozesse digitalisiert werden, ändert sich auch die Ablauforganisation im Handwerksunternehmen. Dessen müssen Sie sich bewusst sein und die neue Organisation mit den neuen Prozessen abstimmen. Und die Möglichkeiten zum Arbeiten mit der digitalen Organisation müssen ausgeschöpft werden – wenn drei Mitarbeiter digitale Werkzeuge wie z. B. ein CRM-System nutzen, um Kundeninformationen zu verwalten, aber zwei andere Mitarbeiter weiterhin von Hand Notizzettel schreiben, ist das Chaos vorprogrammiert.

5) Mitarbeiter und die Digitalisierung

Die Entscheidung zur Umsetzung von Digitalisierung trifft der Chef, doch die konkrete Umsetzung im Unternehmen findet durch die Mitarbeiter statt! Daher müssen Sie ihre Mitarbeiter dafür sensibilisieren, was Digitalisierung speziell für ihr Handwerksunternehmen bedeutet, welche Ziele damit verbunden sind und wie sich Mitarbeiter entsprechend anpassen müssen. Dies kann in Form von Workshops und Schulungen geschehen, in denen den Mitarbeitern z. B. neue Softwarefunktionen näher gebracht werden und Anwendungsbeispiele gezeigt werden. Denn für eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung ist es wichtig, die Arbeitsweise auf die neuen Prozesse im Unternehmen einzustellen.