Die meisten Handwerksbetriebe verfügen über einen mehr oder weniger guten Facebook-Auftritt, manche nutzen auch YouTube um auf sich aufmerksam zu machen und ihren Nutzern und Kunden Inhalte zu bieten. Der Plan ist, so Reichweite aufzubauen und Neukunden zu generieren, die die gezeigten Produkte oder Dienstleistungen kaufen möchten. Mit YouTube Studio gelingt Ihnen das!

YouTube: Kanal der Wahl?

Während es auf Facebook zunehmen schwierig wird, die Aufmerksamkeit der Nutzer für sich zu gewinnen und auch zu halten, bietet YouTube einen Vorteil: ältere Inhalte sind deutlich besser sichtbar und ermöglichen es dem Nutzer auch weiterhin, zu relevanten Themen gefunden zu werden. Außerdem eignet sich YouTube gut zum Kundenkontakt, da es sich auf Videos konzentriert, die von den meisten Menschen gegenüber Texten als Medium bevorzugt werden. Eine weitere, neue Alternative sind Podcasts, aber dazu in einem anderen Artikel mehr!

Wenn Sie einen YouTube-Kanal nutzen möchten, um gute Inhalte über Ihren Handwerksbetrieb zu vermarkten, müssen Sie zuerst ein Konto anlegen. Dabei empfiehlt es sich, einen aussagekräftigen Namen zu nutzen, am besten den des Betriebes oder etwas zur Branche Passendes.

So sehen Sie, wie gut Ihre Videos sind

Mit einem Klick auf „Mein Kanal“ können Sie Ihre Videos und auch Diskussionen sehen, die Sie außerhalb der Videos mit Interessenten führen können. Um YouTube jedoch wirklich effektiv zu nutzen, empfiehlt es sich, einen Blick in den Bereich „YouTube Analytics“ zu werfen.

Klicken Sie dazu bei Ihrem Kanal auf die Schaltfläche „Kanal anpassen“. Mit Hilfe des Zahnrads können Sie auch Datenschutzeinstellungen etc. setzen, aber das wirklich Interessante ist das „YouTube Studio“. Dahinter verbirgt sich alles was Sie brauchen, um Ihre Videos noch besser und erfolgreicher zu machen.

Zuerst befinden Sie sich nun im sogenannten „Dashboard“, also einer Übersicht. Hier können Sie einzelne Videos anklicken und ganz im Detail sehen, wie sich deren Analytics verhalten. Sie sehen die Zuschauerbindung, Aktivitäten in Echtzeit, Likes und mehr. Um dies besser zu verstehen, klicken wir aber erstmal auf den Menüpunkt „Analytics“:

Ausschnitt YouTube Studio Menü

 

Neben dem Reiter „Übersicht“ bekommen Sie außerdem Daten zu „Zuschauer erreichen“, „Interesse der Zuschauer wecken“ und „Publikum aufbauen“ angezeigt. Also genau das, was Anfänger in den Sozialen Medien brauchen!

Die Video-Analyse: Impressionen, Views, Likes und mehr!

Außerdem erhalten Sie Informationen über die Arten von Zugriffsquellen und Impressionen und wie diese zu Wiedergabezeit geführt haben. Als eine „Impression“ wird bezeichnet, wenn Ihre Inhalte einem Betrachter angezeigt werden. Das bedeutet dann noch nicht, dass er darauf klickt und sich ein Video ansieht. Je nach Platzierung der Impression kann die durchschnittliche Wiedergabezeit auch unterschiedlich sein.

Zu Deutsch: Sie sehen, wo ein Betrachter Ihren Inhalt sieht, in wie viele Fällen er darauf klickt, wie viele der Betrachter den Inhalt mögen, wie er darauf reagiert, wie lange er den Inhalt konsumiert etc.

Außerdem können Sie unter dem Menüpunkt „Kommentare“ sehen, wann jemand Ihre Beiträge oder Videos kommentiert. Über weitere Funktionen und Einstellungen können Sie so alle denkbaren Einstellungen und Daten zu Ihrem YouTube-Kanal und vor allem den Inhalten darauf finden. Denn hier zeigt sich, welche Videos gut performen!

Unter dem Menüpunkt „Videos“ sehen Sie außerdem dann die nackten Zahlen: Veröffentlichungsdatum, Sichtbarkeit, Aufrufe, Kommentare, Likes sowohl zu Ihren Video-Uploads als auch Livestreams (ja, das kann YouTube auch!).

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie den YouTube-Algorithmus nutzen können, um das Beste aus Ihren Uploads zu machen, lesen Sie auch diesen Blogartikel: Wie funktioniert der Algorithmus von YouTube, Facebook und Co.?

Fazit

YouTube Studio ist zwar aktuell noch in der Beta-Phase, aber es erfüllt seine Arbeit schon jetzt meist sehr gut. Es gibt Ihnen wichtige Daten an die Hand, um Ihren YouTube-Kanal zu optimieren. Außerdem können Sie so sehen, welche Videos gut ankommen und daraus Rückschlüsse ziehen. Ähnlich wie Google Analytics stellt es Daten zur Verfügung, die den durchschnittlichen Nutzer zuerst etwas überfordern können, aber auch einen großen Mehrwert bieten.